«Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung»: Poptitan Dieter Bohlen zerpflückt die deutsche Politik
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung»: Poptitan Dieter Bohlen zerpflückt die deutsche Politik

Anhören ( 2 min ) 1.0× +
«Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung»: Poptitan Dieter Bohlen zerpflückt die deutsche Politik
«Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung»: Poptitan Dieter Bohlen zerpflückt die deutsche Politik
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Poptitan Dieter Bohlen hat sich in einem Interview mit dem Edelmetallhändler Dominik Kettner deutlich zur deutschen Innenpolitik geäussert – und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Im ausführlichen Gespräch kritisiert Bohlen das Prinzip der «Brandmauer» gegenüber der AfD, warnt vor dem Verlust von Meinungsfreiheit und rechnet mit der Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre ab.

DANIEL BOCKWOLDT / KEYSTONE
«Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung»: Poptitan Dieter Bohlen zerpflückt die deutsche Politik
DANIEL BOCKWOLDT / KEYSTONE
YouTube player

«Das Wort Brandmauer ist völlig idiotisch», sagte Bohlen. Es sei ursprünglich eine linke Vokabel gewesen, die nun auch von Konservativen übernommen worden sei. Dass ein Viertel der Wählerschaft pauschal ausgeschlossen werde, widerspreche seinem Verständnis von Demokratie: «Man sagt ja zu den Leuten: ‹Ihr dürft nicht mitmachen›», so der 70-Jährige.

Ein Verbot der AfD lehnt Bohlen ab – stattdessen fordert er eine inhaltliche Auseinandersetzung: «Alles Nazis, alles Faschisten» – das helfe nicht. Die Debatte ums «Stadtbild» sei für ihn ohnehin nur ein Manöver, um vom wirtschaftlichen Versagen der Politik abzulenken.

Kritik übte Bohlen auch an Annalena Baerbock, die seit kurzem für Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York tätig ist. «Die kann auch bleiben», kommentierte er. Ihre Amtszeit als Aussenministerin habe «verbrannte Erde» hinterlassen. Deutschland sei aufgetreten, als wäre es eine «alte Kolonialmacht», während realwirtschaftlich längst der Anschluss an China verlorengegangen sei.

Auch zur Lage des Mittelstands fand Bohlen klare Worte: «Der ächzt unter Bürokratie.» Wer etwas leisten könne, werde eher abgeschreckt als unterstützt. «Unsere Leistungsträger kriegen eigentlich immer drauf.»

Im Gespräch wird Bohlen grundsätzlich: Deutschland sei von ökonomisch ahnungslosen Politikern regiert, die sich immer weiter verschuldeten. Die Grosse Koalition aus SPD und CDU halte er für chancenlos: «Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung.»

Zur Ukraine sagte Bohlen: «Ich habe das schon vor Jahren kritisiert. Jetzt sind wir kaum weiter. Hunderttausende haben ihr Leben verloren. Und wirtschaftlich ist alles scheisse.» Seine zentrale Sorge: Der Zustand der Meinungsfreiheit. Wer sich äussere, riskiere heute berufliche Konsequenzen – auch in der Wirtschaft. Als Beispiel nannte er Elon Musk, der sich mit Alice Weidel getroffen habe: «Da haben viele gesagt, sie kaufen keinen Tesla mehr.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.