«Wir schaffen das nicht mehr»: Die neue Regierung in Österreich stoppt den Familiennachzug für Migranten. Die Systeme des Landes seien überlastet
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Wir schaffen das nicht mehr»: Die neue Regierung in Österreich stoppt den Familiennachzug für Migranten. Die Systeme des Landes seien überlastet

Die ungebremste Migration gehört in Österreich seit Jahren zu den Themen, welche die Bürger am meisten beschäftigen. Das trug auch zum Wahlsieg der rechtskonservativen FPÖ im September bei.

Die Freiheitlichen sind allerdings nicht Teil der neuen Regierung, die letzte Woche eingesetzt wurde. ÖVP, SPÖ und Neos teilen sich die Macht, versprachen aber, das Migrationsproblem anzupacken.

GYORGY VARGA / KEYSTONE
epa05149908 Migrants about to embark on a bus at the reception centre of the Austrian-Slovenian border crossing in Spielfeld, Austria, 08 February 2016
GYORGY VARGA / KEYSTONE

Die Dreierkoalition kündigte bereits in ihrem Regierungsprogramm konkret an, den Familiennachzug von Migranten zu stoppen. Im selben Papier wurde das Versprechen aber gleich wieder relativiert, indem es hiess, Voraussetzung sei, dass dieses Vorhaben EU-konform umgesetzt werden könne.

Nun soll es aber doch plötzlich schnell gehen. Die österreichische Version der «Ampel» hat beschlossen, den Familiennachzug per sofort vorübergehend auszusetzen.

Laut Familienministerin Claudia Plakolm von der ÖVP bleibe gar nichts anderes übrig. Wenn man die Familien von Migranten weiter ins Land nachreisen lasse, «dann schaffen wir das nicht mehr».

Gemeint ist in erster Linie die Belastung des Schulsystems in grösseren Städten. In diesen spricht bereits jedes zweite Kind nicht Deutsch als Umgangssprache. Der Familiennachzug führe zudem zur Bildung von Parallelgesellschaften. Die Migranten würden eigene Gemeinschaften bilden und sich isolieren.

Beschlossen werden soll der Stopp schon am Mittwoch im Ministerrat. Details der Umsetzung sind nicht bekannt. Erwartet wird aber, dass sich Österreich gegenüber der EU auf die «Notfallklausel» beruft, die besagt, dass ein solcher Schritt bei einer massiven Systemüberlastung zulässig ist.

2024 kamen mehr als 7700 Familienangehörige von Migranten ins Land. Anträge gestellt hatten rund 8200 Personen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.