Wirtschaft streicht knapp 150.000 Jobs, der Staat bläht sich um fast 50.000 Stellen auf: Deutschland wächst – aber am falschen Ort
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Wirtschaft streicht knapp 150.000 Jobs, der Staat bläht sich um fast 50.000 Stellen auf: Deutschland wächst – aber am falschen Ort

Mit schöner Regelmässigkeit kocht sie hoch, die Steuerdebatte. Mal soll der Spitzensteuersatz rauf, mal die Vermögenden stärker belastet werden, mal beides. Die Begründung ist stets dieselbe: Das Geld reicht nicht. Eine Lücke von mehr als 30 Milliarden Euro klafft im Bundeshaushalt. Doch just in diese Debatte platzen neue Zahlen, die eine ganz andere Frage aufwerfen: Brauchen wir wirklich mehr Steuern – oder vielleicht weniger Staat?

Wirtschaft streicht knapp 150.000 Jobs, der Staat bläht sich um fast 50.000 Stellen auf: Deutschland wächst – aber am falschen Ort

Die Bundesagentur für Arbeit meldet: Während die Industrie im Juni 146.000 sozialversicherungspflichtige Stellen verlor, schuf der öffentliche Dienst 45.000 neue Jobs. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt den Trend mit einer Langzeitbetrachtung: In den vergangenen zehn Jahren sind die kommunalen Beschäftigten um 24 Prozent, die Landesangestellten um fast zwölf Prozent gewachsen.

Man erkennt: Es wächst vor allem der bürokratische Bauch. Er verschlingt Unmassen. Länder und Kommunen geben jeden einzelnen Tag 835 Millionen Euro für Personal aus. Bei einer Bevölkerung, die seit Jahren bei 83 bis 84 Millionen Menschen stagniert, bedeutet das: Der Apparat wächst, obwohl die Zahl derjenigen, für die er da ist, gleich bleibt.

Die Fakten liegen also auf dem Tisch: Bevor über neue Steuern gesprochen wird, sollte die Politik ernsthaft prüfen, ob sich der Staat nicht selbst verschlanken kann. Das eigentliche Problem ist nicht zu wenig Geld, 2026 wird Deutschland bei seinen Steuereinnahmen zum ersten Mal sogar die Marke von einer Billion Euro durchbrechen. Nein, das Problem ist ein überbordender öffentlicher Dienst, der sich selbst perpetuiert. Die eigentliche Herausforderung lautet deswegen: Den Staat bis auf seine Kernaufgaben zu beschneiden. Alles andere ist nicht finanzierbar – und auch nicht vermittelbar.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.