Es prangt gross auf der Frontseite: «Zahl der Hitzetonen in der Schweiz steigt – Behörden ergreifen Massnahmen.» Abgesehen von der Frage, ob diese Massnahmen dieser Behörden irgendetwas bewirken (ausser Kosten), und abgesehen von der weiteren Frage, ob die Zahlen zu den angeblichen Hitzetoten auch stimmen (sie beruhen erklärtermassen auf Schätzungen des Bundes), staunt der geneigte Leser bei genauerem Hinsehen.
Die vom Tages-Anzeiger präsentierte Grafik der «hitzebedingten Todesfälle» umfasst den Zeitraum von 1980 bis 2023 – und auf dieser Grafik ist beim besten Willen kein Anstieg in den letzten vier Jahrzehnten auszumachen. Vielmehr sind die jährlichen Schwankungen ziemlich regelmässig verteilt, was umso mehr auffällt, als ziemlich in der Mitte dieser Zeitachse, 2003, ein starker Ausreisser nach oben zu sehen ist, während die Verteilung links und rechts davon ein ausgeglichenes Bild zeigt.
Vielmehr zeigt die Grafik, die zwischen unter und über 75-Jährigen unterscheidet, dass früher sogar eher mehr junge Menschen an Hitze gestorben sind als in den letzten Jahren.
Das Ganze riecht also stark nach Klimapropaganda. Das kann man machen, wenn man will. Nur sollte man dann nicht unbedingt den selbst präsentierten Daten widersprechen.