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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus der Olympiahauptstadt Mailand zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Montag, dem 16. Februar 2000. und 26. Ich bin hier auf Einladung der grossartigen, traditionsreichen Schweizer Uhrenmarke Omega, einem langjährigen Weltwoche-Anzeigenkunden. Omega gehört auch zu diesen weltbewegenden und weltberühmten Marken, die unser Land hervorgebracht hat. Mit grosser Bewunderung steht man da vor den industriellen Leistungen auch der Pioniere, die das Ganze... Und Omega ist auch der offizielle Zeitmesser dieser Olympischen Spiele und von dort her auch unter technischen Gesichtspunkten interessant und auch innovativ, wie da die Kollegen dafür sorgen, dass die Zeit hier also wirklich auf die tausendstel Sekunde oder auf die millionstel Sekunde, Entschuldigung, auf die millionstel Sekunde gemessen werden kann. Das habe ich gelernt gestern. im Omega Pavillon, an einem dieser sehr schönen ausladenden Plätze in Mailand. Da ist uns erläutert worden, wie genau, wie präzis da gemessen wird. Und das Angebot der Schweizer, das geht viel weiter als das, was am Schluss auf dem Bildschirm Ihnen dann dargestellt wird. Also man könnte bis auf ein Millionstel genau die Sekunden messen und vielleicht irgendwann, wenn die athletischen Leistungen sich immer mehr angleichen. dann werden wir wohl auch in dieser Geländekammer landen. Also ganz herzlichen Dank, dass ich da dabei sein kann und etwas Olympialuft schnuppern darf. Leider, aus logistischen Gründen, können wir nach Cortina d'Ampezzo nicht fahren. Das wäre ungefähr fünf Stunden mit dem Bus auf sehr unwegsamen, sehr engen Strassen. Und deshalb bleiben wir hier im Epizentrum dieser Olympiade. die jetzt mit grosser Aufmerksamkeit natürlich verfolgt wird und auch eine tolle Stimmung produziert, obwohl nach wie vor natürlich der Sport auch überschattet wird vom Wahnsinn der internationalen Politik. Stichwort Ausschluss russischer Athleten. All diese Unsinnigkeiten, die sind hier natürlich auch praktiziert. Ich will nicht noch einmal darüber reden, ich habe mich schon öfters darüber geäussert. sprechen wir von positiven Olympischen Spielen, Sportanlässen, sind ganz wichtige Brücken, gerade in kriegerischen Zeiten. Es sind auch Fluchtwege aus diesen Verstrickungen, aus dem Wahnsinn, aus dem relativen Wahnsinn der Politik. Doch wir wollen nicht in Kulturpessimismus verfallen. Kriege hat es immer wieder gegeben. Auch die gelegentlichen Rasereien des Menschen sind nichts Neues. Was uns da in den Medien tagtäglich entgegenknallt, ist einfach das Panoptikum der menschlichen Möglichkeiten mit all seinen Abgründen, aber eben auch seinen schönen und seinen auch beeindruckenden Seiten. Gestern Abend nach dem Eintreffen und eben einer kurzen Visite da bei den Technikern von Omega sind wir gefahren an einen Eishockey-Wettbewerb, und zwar das Gruppenspiel zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland. Ich habe eine Reihe von prominenten Deutschen, auch deutschen Sportlern. sehen können. Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner war dort, Sportjournalist übrigens auch, nach wie vor tätig, wird auch an den Fussball-Weltmeisterschaften in den Vereinigten Staaten dabei sein. Und Boris Becker ist gesichtet worden. Wir hatten auch Gelegenheit, ein paar Worte zu wechseln. Grosse Bewunderung für den Schweizer, jetzt haben wir ihn schon adoptiert, für den deutschen Tennis-Superstar, der die Höhen und Tiefen auch des Lebens kennengelernt hat und es doch, und das freut mich, geschafft hat, hier wieder nach einer etwas schwierigen Zeit Boden unter den Füssen zu gewinnen. Und auf jeden Fall war er ein umschwärmter Mittelpunkt an diesen Eishockey-Wettbewerbsspielen. Da haben sich sehr viele Zuschauer im Stadion, auch Amerikaner übrigens, mit ihm ablichten. Das Spiel wurde dann zu einer ziemlich einseitigen Angelegenheit, obwohl die Deutschen eigentlich mit einer starken Equipe angereist sind, um den NHL-Superstar Leon Dreiseitel, übrigens für alle Eishockey-Insider der Sohn von Peter Dreiseitel, Leon Dreiseitel zu vertreten. Er ist eines der Supertalente des Sports, mittlerweile 30 Jahre alt, hat in den USA, Entschuldigung, in Kanada eine grosse Karriere hingelegt als Mittelstürmer, jetzt bei den Edmonton Oilers, noch ein paar andere NHL-Exponenten im deutschen Team. Aber die Bundesrepublik brachte gegen die sehr lebendigen, sehr schnellen, sehr quicken Amerikaner einfach nicht das aufs Eis, was man sich vielleicht erhofft hat. 5 zu 1 gewonnen, die USA, die Deutschen kommen allerdings auch weiter und haben sogar noch Losglück. Also vielleicht kommt da noch etwas. Und man schaut eben auch im Sport mit grossen Erwartungen auf Deutschland. Auf das uns wenigstens die Sportler etwas ablenken von den nicht so schönen, unerfreulichen und ersprießlichen Nachrichten, die andere gesellschaftliche Bereiche aus diesem Land produzieren. Ich komme dann in der internationalen Ausgabe darauf noch einmal zurück. Also ein sehr kurzweiliger Abend. hohes sportliches Niveau. Die Eishockey-Rings, da dieser sehr schöne, übrigens Stadion, sehr gross, imposant gemacht, toll, auch logistisch von der Zugänglichkeit. Aber die Fläche, die Eisfläche ist etwas kleiner als in der Schweiz. Man hat sich da, glaube ich, an den nordamerikanischen Massen orientiert und das ist vielleicht auch ein Grund dafür, warum im Gruppenspiel Kanada-Schweiz die Schweizer so viele Verletzungen hinnehmen mussten, weil einfach die körperliche Intensität, das Aufeinanderprallen, der dichte Stress auf dem Eis höher ist. Und wir haben ja jetzt verloren einen absoluten Leistungsträger, den Kevin Fiala, der nicht nur für ein Spiel und für diese Olympischen Spiele ausfällt, sondern auch für die ganze restliche Eishockey-Saison. Bei einem unglücklichen Zusammenprall hat er sich da irgendwie das Fussgelenk fürchterlich verletzt. Auch zwei weitere sehr gute Schweizer sind ausgefallen im Match gegen Köln. Kanada verletzungsbedingt. Trotzdem ist es unserer Equipe gelungen, am Sonntag Tschechien zu besiegen. In einem sehr wechselhaften Match. Sie lagen zurück, haben sich dann wieder hingekämpft, lagen vorne. Ausgleich, dann noch kurz vor Schluss das Römi kassiert, nachdem man in Front gelegen war. Aber dann durch einen tollen Treffer von Kukan haben dann die Schweizer in der Overtime... in der Verlängerung das Ding für sich entschieden. Also grossartig. Sie kommen allerdings auf eine ganz harte Nuss in der nächsten Runde, in den Achtelfinals, nämlich auf Finnland. Und die Finnen haben hier bisher, soweit ich das überblicken kann, einen ganz starken Eindruck hinterlassen. Übrigens auch toll von den Leistungen her der Superfavorit im Skisport, Marco Odermatt, der jetzt auch mit drei Medaillen nach Hause geht. schöne Interviews in der Sonntagspresse. in denen Odermatt einfach auch seinen Teamspirit zum Ausdruck bringt. Also das macht Freude, was wir da sehen. Und es ist schön, sich in diesen sportlichen Gefilden zu bewegen, die eben politikfern sind, weitgehend. Nicht absolut, und man kann jetzt den Stab brechen, auch über diese Spiele, aber man muss manchmal auch zufrieden sein. Ja, die Menschen erwischen die falschen Ausfahrten. Seien wir nicht hochmütig, seien wir nicht so arrogant und selbstgerecht. dass wir das für uns ausschliessen und uns da eben in selbstgerechter Empörung über die anderen erheben. Münchner Sicherheitskonferenz. Darüber habe ich gestern eine Sondersendung gemacht. Aus Schweizer Sicht das Fazit. Ja, die EU ist auf dem Kriegspfad. Sie können zwar keinen Krieg führen, finanziell, auch vom Militärischen her. Sie wollen ihn auch nicht führen, aber irgendwie wollen sie ihn in Gang halten. Also sozusagen eine Art von moralisierender oder moralistischer Kriegsführung. aber eben auch einer Kriegsverlängerung, denn aus Europa hören wir eigentlich nichts, was in Richtung Verständigung geht. Da hat man sich sozusagen absolut, absolutistisch fast schon auf eine Seite geschlagen, auf die ukrainische. Man sagt, es ist einfach so ungerecht, dermassen bodenlos, bösartig, was die Russen machen. Man überlegt sich überhaupt nicht, was eigentlich die tieferen Kriegsursachen sind, welchen Anteil der Westen daran hat. Also auch da diese... Diese abstumpfende Selbstgerechtigkeit, die da regelrecht zelebriert wird, das haben wir gesehen an der Münchner Sicherheitskonferenz. Wichtig aus Schweizer Sicht. Wenn man sich in diesen Hochofen der moralisierenden Empörung nicht hineinbegeben will, dann darf man sich also nicht institutionell annähern an die EU, die heute einfach auf diesem Kriegstrip ist. Zuerst waren sie auf dem Klimatrip, dann waren sie auf dem Corona-Trip, jetzt sind sie auf dem Kriegstrip. Und sie kommen dann immer erst herunter, wenn es zu spät ist, wenn der Schaden so gross ist, dass man es nicht mehr vertuschen kann. Also da müssen wir jetzt wirklich nicht hinein in die Schweiz. Und was mich als Journalist beunruhigt hat, ist einfach die unheimliche Selbstverständlichkeit, mit der man in diesen Politkreisen da der Selensky-Fans, der... Putin hasst sie schon regelrecht und auch jetzt neuerdings der Trump und USA-Verrechter, auch da wurde seine Überheblichkeit, seine Dünkelhaftigkeit spürbar beunruhigend, wie man in diesen Kreisen jetzt ganz selbstverständlich über Zensur und Einschränkung der Redefreiheit diskutiert, wie man für sich in Anspruch nimmt, ja wir müssen die Information schützen, wir müssen die Wahrheit schützen, Hat da der... Frühere NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg der Norweger gesagt, wir müssen die Wahrheit schützen. Ich meine, die Politiker, wer lügt eigentlich am meisten, wenn die Kameras laufen? Was ist sozusagen ein Beruf, der neben dem journalistischen Beruf, der auch immer wieder im Verdacht steht, nicht unbedingt der Wahrheit zu folgen, sondern den Klickzahlen oder anderen Dingen, welcher andere Berufsstand ist da ebenfalls unter Verdacht? Nicht immer die blütenreine Wahrheit zu bringen, ja selbstverständlich die Politiker, weil die Politiker natürlich ein Interesse haben, immer wieder zielgerichtete, ihnen nützende Wahrheiten zu bringen. Das ist auch menschlich, aber man soll nicht so tun, als sei man selber die Verkörperung der Wahrheit, der Unfehlbarkeit. Und das ist das Gefährliche, das ist der Machtmissbrauch, das ist das Autokratische, das sich jetzt ausbreitet, das sich nicht nur in diesem Anspruch nach Zensur, nach Verbot von Widerspruch, von Widerrede artikuliert, sondern man diskutiert ja auch über Parteiverbote, etwa in Deutschland, auch das wird noch ein Thema sein, international, da gab es ja von diesem Schweizer Theatermacher Milo Rau in Hamburg diese Inszenierung, diesen Schauprozess, das Verbot der AfD, ich bin ja auch mal angefragt worden, teilzunehmen als Votant, eine Rede zu halten, eine Verteidigungsrede für die AfD, aber diese Okay. Die theatralischen Schauprozesse machen mich misstrauisch. Nicht so mein Ding, denn die ganze Anlage ist irgendwie auch ironisch, man weiss nicht so recht ernst, unernst und tribunale Politik und tribunale Politik ist Politik und man soll das nicht vor dem Richter oder vor einem gespielten oder theatralischen Richter auf einer Theaterbühne ausspielen, sondern in der Wirklichkeit und Parteien. das gehört zur Demokratie, die verbietet man nicht, sondern die widerlegt man, wenn sie etwas erzählen, was einem nicht passt. Und ein AfD-Verbot in Deutschland, ich finde einfach, die Diskussion ist lächerlich um so etwas. Es ist wirklich lächerlich, auch wie man da auf diese Opposition losgeht und die dahinter steckende Bezichtigung von Millionen von deutschen Wählern, denen sozusagen die demokratische Mündigkeit oder die demokratische Gesinnung abgesprochen wird. Man kann nur hoffen. Eine sehr gute Rede von Harald Martenstein, der dann den Part übernommen hat. Eine tolle Rede des deutschen Kollegen. Und man kann nur hoffen, dass da einigen die Augen geöffnet werden. Wir werden das sehen. Aber wir waren bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die eben auch diesen Geist ausgedrückt hat. Wir sind da die Guten, die anderen sind die Bösen. Also dieser Moralismus ist nach wie vor auf den Teppichetagen. der internationalen und vor allem der europäischen Politik zu beobachten. Unglaublich in diesem Zusammenhang, wie Fredrik Steiger, der frühere Weltwoche-Chefredaktor für SRF, die Rede von Marco Rubio an dieser Sicherheitskonferenz interpretiert hat. Die USA würden nach dem Verfahren, ich zitiere Fredrik Steiger, «böser Polizist, guter Polizist» ihre Präsenz in München gestalten. Nach dem bösen Vizepräsidenten J.D. Vance sei diesmal der gute Aussenminister Marco Rubio an der Reihe gewesen. Allerdings gehe es in Washington nicht um Werte und Prinzipien, sondern allein um die Macht. Europa soll stark sein, so Rubio, damit es den USA als Machtverstärker zur Seite stehen kann. Was von Rubio kam, sei eine knallharte Absage an eine regelbasierte Weltordnung, eine, die auf Völkerrecht und Vereinbarungen basiert. Zitat Ende. Wer die Rede von Marco Rubio aber wirklich zur Kenntnis genommen hat, wer ihm zugehört hat, kommt zu ganz gegenteiligen Schlüssen. Rubio sagte zum Beispiel, es gebe keine Welt ohne Grenzen und ohne nationalen Interessen. Er kritisierte die Delegation, die Abschiebung der Souveränität an internationale Organisationen, den Klimakult, der deindustrialisiert und zur Verarmung führt. die Türöffnung für Migrantenströme. Rubio betonte aber, die USA seien ein Teil, und zwar ein unwiderruflicher Teil der westlichen Zivilisation, des christlichen Erbes, und die USA wollten ein starkes Europa. Man habe eine gemeinsame Geschichte und gemeinsame Werte, aber die USA wollten nicht, Zitat, höfliche und ordentliche Verwalter eines gemanagten Niedergangs des Westens sein. Also da machen Sie jetzt... Auch wieder ein unglaubliches Theater um diese Rede. Wenn da ein bisschen Realismus kommt, dann flippen sie aus da beim Schweizer Fernsehen. Dann, ja, ballen sie sich da hinein, verkrallen sie sich in der Wagenburg. Seltsame Bejubelung im Sonntagsblick von Aussenminister Ignacio Cassis. Er sei in grande forma und habe einen guten Lauf mit den EU-Unterwerfungsverträgen. und mit seiner Reiseaktivität als OSZT-Vorsitzender, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Dabei hat er diesen Anbindungsvertrag noch längst nicht in trockenen Tüchern. Und die OSZT ist im Grunde ein Witz, ein grosses Maul ohne Zähne, ein Megafon ohne reale Wirkung, in den letzten Jahren völlig irrelevant geworden. Schon Aussenminister Didier Burghalter hat sich unglaublich viel eingebildet auf den OSZT-Vorsitz. Jetzt reist Cassis. überall fiebrig umher und muss empfangen werden, aber die Länder, in denen er vorspricht, dürften ihn eher als lästigen Besucher wahrnehmen, der den Mächtigen die Zeit stiehlt, zumal er seit seiner verbalen Selensky- Umarmung nicht mehr als neutraler, ehrlicher Makler wahrgenommen wird. Noch seltsamer ist dem gegenüber die wohl irgendwie satirisch gemeinte Abkanzelung im Sonntagsblick von Magdalena Martullo. Und zwar von einem Journalisten namens Andreas Schmid, Titel «Martullo Blocher's Seven Ego Steps». Ihr Empfang der amerikanischen Botschafterin Calista Gingrich, der nur Grosseltern Nota Benias Graubünden stammen, bei der Ems Chemie im Kloster Dizentis, die Botschafterin ist eine fromme Katholikin, und im Schloss Rezüns wird als egoistisch dargestellt, indem sie nur für sich, ihre Liebsten und ihr Unternehmen schaue. Ich weiss nicht, wie viele Arbeitsplätze der Journalist Andreas Schmid geschaffen hat, aber ich weiss, dass wir einen derart dümmlichen Text in der Weltwoche nicht durchgehen liessen. Vielleicht kommt der Ärger auch einfach nur deshalb, weil Magdalena Martullo den Gingrich-Besuch nicht bei Ringje oder im Schweizer Fernsehen öffentlich machte, sondern bei Tele Züri. Silvan Wildhaber soll Christoph Medder im Präsidium von Economy Suisse folgen? Und der wird nun medial angezweifelt. Nur gerade das Finanzportal Finnews bezeichnet den 48-Jährigen als profilierte Unternehmenspersönlichkeit. Die NZZ sprach von einer gewagten Kehrtwende und deutete die Portierung so, dass bisherige Rezepte der Economy Suisse nicht mehr funktionierten. Noch schärfer titelte die NZZ am Sonntag, Economy Suisse hat die Wirtschaft verloren. Sie nannte den Kandidaten Wildhaber einen weitgehend unbekannten Textilunternehmer. Die Tamedia-Blätter werfen die Frage auf, reicht ein Nischenunternehmer für diesen Verband der grossen Konzerne? Und die Luzerner Zeitung bezeichnete die Nominierung als Bruch, wie er grösser nicht sein könnte. Zitat, der Club der Grosskonzerne soll in Zukunft von einem KMU-Mann... präsentiert werden. Es wird sich zeigen, ob der FDP-Lokalpolitiker und aktuelle Stadtzürcher Gemeinderatskandidat Silvan Wildhaber das Zeug zu seinem Amt hat, zumal er mit seinem St. Galler Textil-KMU nicht gerade einen Wachstumsmarkt vertritt. Europapolitisch gilt er als Eurofiler als sein Vorgänger. Wir werden auf jeden Fall diese Entwicklungen genauer im Auge behalten. Zuletzt noch ein Lob für Guy Barmanen, den... Wirtschafts- und Bildungsminister, der hat nun ein Programm bewilligt bzw. ausarbeiten lassen bei den nationalen Forschungsschwerpunkten. Das wird ja dann gefördert, das ist ein aufwendiges Verfahren, wie da die Eidgenossenschaft bestimmte Forschungsschwerpunkte sucht, findet das abklären lässt und dann eben mit entsprechenden finanziellen Mitteln ausstattet. und da werden nun ausschliesslich die Fächer Medizin, Natur und Ingenieurs Wissenschaften berücksichtigt. Nur gerade der Bereich Klima erhält noch viel zu viel Geld. Die umfangreichen Forschungsvorhaben werden vom Bund in der ersten Betriebsphase von 2026 bis 2029 mit 98,7 Millionen Franken unterstützt. Die beteiligten Hochschulen und Forschungsinstitute steuern zusätzliche Mittel, mindestens im Umfang der Bundesmittel. Bei der Lanzierung der sechsten Serie Nationaler Forschungsschwerpunkt ist das Ergebnis einer Ende 2023 gestarteten Ausschreibung und Evaluation durch den Schweizerischen Nationalfonds. Dieser hat im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation über 75 eingereichte Vorschläge in einem mehrstufigen Wachstum. Verfahren unter Einbezug internationaler Expertise wissenschaftlich geprüft. Nun rufen etwa 1000 Professoren und Mittelbauangehörige der Geisteswissenschaften öffentlich aus. Sie seien zu kurz gekommen. Parmelin habe politisch entschieden. Ja, hoffentlich hat er politisch entschieden. Viele dieser Professoren entscheiden ja auch, vor allem in den Geisteswissenschaften, politisch. Allerdings besonders linkspolitisch. Und Guy Parmelin ist nun einmal ein Vertreter der liberal-konservativen, der bürgerlichen Richtung. Und anstatt jetzt hier auf den Bundesrat einzuprügeln, könnten sich ja diese Professoren auch mal die Frage stellen, warum eigentlich haben die Geisteswissenschaften derart an Relevanz verloren? Könnte das vielleicht auch darin liegen, dass sie eben zu politisch entscheiden, dass sie zu wenig wissenschaftlich unterwegs sind? Und man darf sich ja durchaus auch mal die Frage stellen, etwas ketzerisch, Was haben eigentlich die Geisteswissenschaften zum allgemeinen Fortschritt in den letzten 200 Jahren beigetragen? Und gerade auch heute, wo man merkt, dass eben gerade im geisteswissenschaftlichen Bereich an den Universitäten sich ein Klima geistiger Geschlossenheit ausbreitet. Und eben nicht das Gegenteil, denn im besten Sinne könnten ja die Geisteswissenschaften inspirieren, unterschiedliche Gesichtsfelder, Betrachtungsweisen aufzunehmen, aber stattdessen... Auch hier die Verengung der Blickperspektiven, wie wir sie ja auch schon das eine oder andere Mal hier angesprochen haben. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz mit vielen internationalen Themen. Mal sehen, ob Ihnen noch etwas einfällt im internationalen Programm. Bleiben Sie dran und Ihnen einen schönen Tag, einen guten Start in die neue Woche. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. 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Zensur, Überheblichkeit, gegen Trump und Putin: Beunruhigendes aus der EU. SRF-Attacke gegen Marco Rubio. Jubel für Cassis. Bizarre Polemik gegen Martullo-Blocher. Guy Parmelins Forschungspolitik

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Zensur, Überheblichkeit, gegen Trump und Putin: Beunruhigendes aus der EU. SRF-Attacke gegen Marco Rubio. Jubel für Cassis. Bizarre Polemik gegen Martullo-Blocher. Guy Parmelins Forschungspolitik
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