Wenn Bundesrat Albert Rösti über die Abstimmung zur Gebührensenkungs-Initiative vom 8. März spricht, tut er dies in sachlichem Ton, ohne Emotionen oder gar spürbares inneres Feuer. Der SVP-Vertreter darf die ablehnende Haltung des Gesamtbundesrates zur SRG-Initiative «200 Franken sind genug!», nicht öffentlich kritisieren. Wenn er sich aber zu sehr für diese Nein-Parole ins Zeug legt, stellt sich ein Problem der Glaubwürdigkeit. Denn der frühere Parteipolitiker Rösti sitzt noch immer im Initiativkomitee der SRG-Halbierung. Jetzt macht er gewissermassen als oberster Wortführer Stimmung gegen die Initiative, was natürlich im vitalen Interesse der SRG ist.
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