Es ist die wichtigste politische Frage der Schweiz in diesem Jahr: Soll die Migration so weitergehen wie bisher – oder soll sie endlich gesteuert werden?
Im Juni stimmt das Volk über die 10‑Millionen‑Initiative ab. Dabei geht es nicht um abstrakte Zahlen, sondern um ganz konkrete Folgen der Zuwanderung im Alltag.
Ein Beispiel liefert die jüngste Unfallstatistik aus dem Kanton Zürich. Sie zeigt eine Entwicklung, über die in der politischen Debatte zu selten gesprochen wird.
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Die Zahl der schweren Verkehrsdelikte nimmt zu. 2025 starben im Kanton Zürich sechs Menschen infolge von Raserdelikten oder extrem gefährlichen Fahrmanövern – jeder fünfte Verkehrstote. Hinter vielen dieser Fälle stehen junge Männer mit leistungsstarken Autos.
Besonders brisant ist eine Zahl der Polizei: Der Ausländeranteil bei schweren Raserdelikten liegt bei rund 48 Prozent. Und das bei einem deutlich tieferen Bevölkerungsanteil.
Das bedeutet: Ausländer sind in dieser Deliktkategorie massiv übervertreten.
Natürlich sind Verkehrsdelikte kein exklusives Problem von Ausländern. Doch die Statistik zeigt ein klares Ungleichgewicht. Wer eine ehrliche Diskussion über Migration führen will, darf solche Fakten nicht ausblenden.
Denn jedes dieser Delikte verursacht nicht nur menschliches Leid, sondern auch hohe gesellschaftliche Kosten: Polizeieinsätze, aufwendige Ermittlungen, Gerichtsverfahren und langfristige Folgen für Opfer und Angehörige.
Gerade weil die Schweiz in den letzten Jahrzehnten grosse Zuwanderung erlebt hat, stellt sich heute zwingend die Frage nach der Steuerung. Migration ist kein Naturereignis, sondern politisch gestaltbar.
Wer im Juni über die 10-Millionen-Initiative abstimmt, entscheidet deshalb nicht nur über Bevölkerungszahlen. Er entscheidet darüber, ob die Schweiz bereit ist, die Folgen der Massenzuwanderung nüchtern zu analysieren – auch dort, wo die Ergebnisse unbequem sind.
Eine verantwortungsvolle Migrationspolitik beginnt mit Ehrlichkeit. Dazu gehört auch, unangenehme Wahrheiten zur Kenntnis zu nehmen.