Der Kanton Zürich wächst, verzeichnete jedoch 2025 mit einem Plus von rund 13 000 Personen eine der niedrigsten Zuwachsraten der letzten zwei Jahrzehnte. Wie die jüngsten Zahlen der Fachstelle für Statistik des Kantons Zürich zeigen, stieg die Gesamtbevölkerung zwar pro Woche um 250 Einwohner an, doch das Tempo der Expansion lässt spürbar nach, berichtet die NZZ.
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Motor der Entwicklung bleibt die Stadt Zürich, die fast ein Drittel des kantonalen Zuwachses auf sich vereint. Während urbane Zentren wie Dübendorf und Uster kräftig zulegen, liefert Winterthur ein statistisches Kuriosum: Mit lediglich 355 neuen Einwohnern verbuchte die Stadt das geringste Wachstum seit der Jahrtausendwende. Kontrastiert wird dies durch ländliche Ausreisser wie Flaach oder Hüntwangen, die prozentual zweistellig wachsen, während gleichzeitig jede vierte Zürcher Gemeinde – oft unbemerkt – schrumpft.
Das Bevölkerungswachstum des Kantons wird durch die Zuwanderung getrieben, die für über 80 Prozent des Anstiegs verantwortlich sit. Interessant ist hierbei die Verschiebung innerhalb der Migrationsströme: Während die Gruppe der Spanier am stärksten wuchs, rutschten deutsche Staatsangehörige in der Netto-Statistik auf Platz fünf ab. Dies liegt weniger an mangelndem Interesse als vielmehr an einer hohen Einbürgerungsrate und Abwanderungstendenzen in günstigere Nachbarkantone wie den Aargau.
Trotz der Zuwanderung junger Arbeitskräfte altert die Bevölkerung; fast jeder fünfte Zürcher ist mittlerweile über 65 Jahre alt.