Zum Tod von Journalist Karl Lüönd: Vom «Spürhund» zur Journalismus-Eminenz – ein grossartiger Medienmann hat uns verlassen
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Zum Tod von Journalist Karl Lüönd: Vom «Spürhund» zur Journalismus-Eminenz – ein grossartiger Medienmann hat uns verlassen

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Unter den auffallend vielen herausragenden Innerschweizern auf dem Medienplatz Zürich ist Karl Lüönd der wohl bekannteste und höchstrespektierte.

Als Arbeiterkind in Flüelen aufgewachsen, verdiente er sich seine Sporen als «Spürhund» beim Luzerner Tagblatt der Liberalen ab. In einem seinerzeit sehr kompetitiven Umfeld, mit dem überregional bekannten Vaterland, der Konservativen und den Luzerner Neuste Nachrichten (LNN) des Verlags C. J. Bucher.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Publizist Karl Lüönd.
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

Die eindrückliche Vielseitigkeit des nun im 81. Lebensjahr Verstorbenen geht auf diese Zeit zurück. In Zürich wurde Lüönd Mitglied der Blick-Chefredaktion und Nachrichtenchef. Danach folgten Stationen als Chefredaktor des Züri Leu. Anschliessend war er Mitgründer und Chefredaktor der Züri Woche. Er wurde zur eigentlichen Journalismus-Eminenz des Grossraums Zürich.

Karl Lüönd war einer der wenigen Spitzenjournalisten, die auch vertiefte Kenntnisse des Verlegerischen besitzen. In seinem Fall galt dies für mehrere Verlage. Inklusive der Publicitas. Er war auch Leiter des Medieninstituts des Verlegerverbands.

Karl Lüönd war auch als Buchautor stark gefragt, entsprechend viel beschäftigt und sehr erfolgreich. Und wiederum zeichnete er sich durch eine schon beinahe unfassbare Breite der Inhalte seiner Bücher aus. Viele davon entstanden im Auftrag. Von einem Journalisten in einem Interview darauf etwas kritisch angesprochen, war Karl Lüönd gar nicht verlegen. Er meinte, man könne ihn mieten, jedoch nicht kaufen. Auch diesbezüglich setzte er höchste Massstäbe.

Erich Heini war NZZ-Wirtschaftsjournalist und Pressechef der Schweizerischen Nationalbank unter Fritz Leutwiler.

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