Überragend war nicht nur seine hohe Gestalt, sondern auch sein Geschäftsstil. Und Herbert Bolliger liebte den Klartext. In seiner Zeit stiegen Aldi und Lidl in den Schweizer Detailhandel ein. Er schimpfte: «Sie drücken auf Kosten der Produzenten und Mitarbeiter permanent die Preise.» Das sei «volkswirtschaftlich ganz übel und langfristig auch für die Konsumenten verheerend». Als seine Nachfolger 2022 den Verkauf von Alkohol und Tabak zulassen wollten, lehnte sich der pensionierte Gentleman aus dem Aargau weit aus dem Fenster, opponierte «im Sinne von Gottlieb Duttweiler» und gewann die Abstimmung haushoch.
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