Wenn man ihn als «Drummer» bezeichnete, konnte er auch schon mal pikiert reagieren, denn das Perkussive und das Melodische gehörten für ihn zusammen. Wenn er am drum kit sass, ging es nicht um die vertikale Unterteilung von Musik, er sah sich nicht als Taktgeber – Jack DeJohnette verstand sich als Maler. «I’m a colorist on the drums», sagte er, und das ist auf zahllosen Alben sehr wohl zu hören. Seine Farbgebung verschmolz mit dem Gesamtsound, ob er nun mit John Coltrane, Miles Davis oder Anouar Brahem spielte. Natürlich hielt er den Rhythmus – nur formulierte er ihn auf seine Art: Jack DeJohnette verstand sich als Komponist. Somit war er immer ein Orientierungspunkt inne ...