Zugänglichkeit und Nahbarkeit begannen als Freundlichkeit. Sie sollten ferne Figuren näher bringen, Autorität sanfter machen, uns daran erinnern, dass Macht, Talent und Erfolg nicht auf Unmenschlichkeit beruhten. Doch irgendwann verwandelte sich Nahbarkeit von einer Brücke in ein Tor.
Nahbarkeit erfordert ein Sichbeugen. Sie verlangt, dass Leistung sich entschuldigt.
Entscheiden, wenn andere beraten
Was diese kulturelle Veränderung so bedeutend macht, ist, dass Nahbarkeit oder Zugänglichkeit eine moralische Färbung erhalten haben. Sie haben nun nichts mehr mit einer Vorliebe zu tun («Ich mag das, weil es etwas in mir auslöst»), sondern mit einer Tugen ...