Der kroatische Tennisprofi Nikola «Niki» Pilic geriet 1973 wider Willen in die Schlagzeilen der Weltpresse. Er weigerte sich, für das jugoslawische Davis-Cup-Team anzutreten, weil er einen lukrativeren Auftritt in Kanada diesem vorzog. Die Absage trug ihm eine Sperre in Wimbledon ein, was wiederum zu einem Boykott von 81 anderen Tennisspielern an diesem Turnier führte. Die Episode war typisch für das Leben dieses aussergewöhnlichen Athleten: Tennis war für ihn unpolitisch, ein Gelderwerb wie jeder andere. Pilic weigerte sich sogar, den Sport nationalistisch zu verstehen. So war der Kroate als Berater des serbischen Davis-Cup-Teams tätig. Vor allem aber trainierte er den Serben ...