Es war die Aargauer Zeitung, nicht etwa der Arbeitgeber, der vergangene Woche die frohe Botschaft publik machte: «ABB-Chefin Staiblin ist Mami». Nun ist Jasmin Staiblin nicht irgendwer, sondern Länderchefin Schweiz des global tätigen Technologiekonzerns ABB, sie verantwortet über vier Milliarden Franken Umsatz und 6300 Mitarbeiter. Diese erfuhren über das Intranet, dass ihre oberste Vorgesetzte sich nun für sechzehn Wochen in den Mutterschaftsurlaub verabschiedet. Dass berufstätige Frauen Kinder gebären, kommt vor. Dass es sich um eine in der obersten Führungsverantwortung eines börsenkotierten Milliardenkonzerns stehende Frau handelt, ist eher ungewöhnlich. Und dass diese sich i ...