Die ersten Bedenken geisterten Mitte der siebziger Jahre durch Europa: Da erwarb das Emirat Kuwait grosse Aktienpakete der Daimler-Benz AG, und europaweit rätselte man, ob sich die Ölscheichs bald unsere Topkonzerne unter den Nagel reissen würden (und ob dies nicht politisch riskant sei). Heute besitzt Kuwait sieben Prozent des Daimler-Konzerns, doch es tritt bloss als diskreter Shareholder auf, ohne Lust auf politischen und unternehmerischen Einfluss.
Dennoch ist das Thema akuter denn je: Die Staatsfonds aus den mittelöstlichen Öl- und den fernöstlichen Exportnationen werden zur Herausforderung der Wirtschaft im Westen. Denn was Rohstoffriesen wie Russland, Kasachstan und die Golfemi ...