Es gebe einen «unzweifelhaften Zusammenhang zwischen der Grösse des Gehirns und der geistigen Energie» eines Menschen, behauptete 1836 der deutsche Anatom und Physiologe Frederick Tiedmann und eröffnete damit eine Debatte, die bis heute anhält: Was macht ein Gehirn intelligent? Ist es die schiere Masse? Sind grosse Köpfe auch grosse Denker?
Tatsächlich zeigen Studien einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Hirnvolumen und dem IQ – allerdings einen schwachen. Im Einzelfall von der Kopfgrösse auf die Geisteskraft zu schliessen, ist somit nicht möglich. Das bestätigen auch die Hirne verstorbener Geistesgrössen: Lenin etwa lag mit seinen 1360 Gramm ziemlich in der ...