Vom Trio-Album, das Joe Lovano unlängst auf ECM veröffentlichte («Trio Tapestry», Weltwoche Nr. 5/19), sagte der Tenorsaxofonist selbst, es enthalte «some of the most intimate and personal music I’ve recorded so far». Tatsächlich bewegt er sich mit seinen Partnern, dem Drummer Carmen Castaldi und Marilyn Crispell, der poetischsten Pianistin des freien Jazz, in einem Innenraum des fragilen Interplay-Einverständnisses, einem feingewirkte sensiblen Austausch von grosser Delikatesse.
Lovano ist wie die von ihm verehrten Tenoristen Joe Henderson und Wayne Shorter ein Klangmaler, der mit seinem biegsamen Ton die feineren Tinten bevorzugt. Ab ...