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Abbas’ Vietnam
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Abbas’ Vietnam

Als einer der wenigen Fotografen porträtierte Abbas alle drei Seiten des ­Vietnamkriegs. Der längste Konflikt des 20. Jahrhunderts schweisste den gebürtigen Iraner und seine Leica-Kamera zu einer Einheit und machte ihn zu einem der Weltbesten seines Fachs.
Als der letzte US-Helikopter vor vierzig Jahren in Saigon abhob, warfen die Pas­sagiere noch einmal einen flüchtigen Blick auf «Mimi’s Bar», wo manch ein GI zuerst das Hemd, dann seine Unschuld verloren hatte. Der längste Krieg des 20. Jahrhunderts war zu Ende. Für Amerika endete er mit einer Schmach. 58 000 US-Soldaten und weit über eine Million Vietnamesen waren tot. Die ­kom­munistischen Truppen Nordvietnams stürmten in die Stadt, hissten die rote Flagge mit dem gelben Stern. Saigon hiess jetzt Ho-­Chi-Minh-Stadt. Zu diesem Zeitpunkt war Abbas bereits tief im kommunistischen Norden unterwegs. In Vietnam hat er seine Karriere als Fotograf begonnen, die ihn während der n ...
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