Beim Wandern lernt man Leute kennen. Der Sportstyp um die 45 mit den Krücken, der mir im Zug von Solothurn nach Oberdorf gegenübersitzt, erzählt, er sei beim Klettern im Glarnerland fünf Meter aus einer Wand gestürzt und habe sich das Sprunggelenk gebrochen. Die Verletzung heile schleppend. Weil ihn aber die Sehnsucht nach den Bergen plage, fahre er nun auf den Weissenstein und wolle sich zum Grenchenberg durchschlagen.
Wahnsinn! Mit Krücken will der zehn Kilometer durch den Schnee, denke ich schaudernd, als mich die Sesselbahn auf den Weissenstein trägt. Oben zeigt sich, dass der Kranke schneller ist als der Gesunde; wo ich auch hinkomme, ist der Mann schon da: Er lacht mir vor dem H ...