Wie viele Gene besitzt der Mensch? Die Antwort auf diese Frage hat in den letzten Jahren immer wieder anders gelautet. In den achtziger und neunziger Jahren ging man von über 100000 Genen aus – bedeutend mehr, als Ratte (21000), Wurm (19000) oder Mücke (15000) vorweisen können. Dann kam das Humangenomprojekt. In der vor drei Jahren veröffentlichten Rohfassung konnten die Forscher gerade einmal 30000 menschliche Gene aufspüren. Jetzt liegt die Schlussversion vor, und die Zahl ist noch weiter geschrumpft. Lächerliche 20000 Gene besitzt der Mensch, weniger als Unkraut.
Es herrscht Erklärungsnotstand. Denn bisher glaubte man, die Zahl der Gene sage etwas über die Komplexität eines Org ...