Wir wollen einen Abgesang anstimmen auf den Pluralis Majestatis. Es geht ihm nicht gut. Was waren das noch für Zeiten, als Ankündigungen so begannen: «Wir, Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preussen . . .» Oder ein ausgeschlafener Monarch seine Rede so anfing: «Wir haben geruht . . .» Ein reiner, unverfälschter Majestätsplural, der die Wichtigkeit des Amtes betont. Entstanden ist er in der römischen Kaiserzeit, als die Macht zum Teil auf mehrere Personen aufgeteilt war.
Aber heute, ach, was führt er für ein kümmerliches Dasein. Selbst der Papst hat ihm abgeschwo ...