Der Sportartikel-Riese Adidas kappt seinen Sponsoring-Beitrag an die deutsche Anti-Doping-Agentur. Das Almosen ist kaum der Rede wert. Der Konzern mit den drei Streifen, der in diesem Jahr einen Umsatz von 20 Milliarden Euro und eine Milliarde Gewinn erwartet, hatte bescheidene 300 000 Euro pro Jahr für die nationale Dopingfahndung abgezweigt.
Doch das Signal blinkt unmissverständlich: Der hehre Kampf gegen den Drachen Doping kann als gescheitert gelten. Florierende Märkte, auch Russland, das von den letzten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen blieb, sind für die Wirtschaft wichtiger als das idealistische Reinheitsgebot, das Sportverbände und Medien hochzuhalten ...