In diesen Tagen würde Leoš Janácek seinen 150. Geburtstag feiern. Der tschechische Komponist gehört zu jenen raren Vögeln, die das Attribut eines Originalgenies beanspruchen dürfen. Bei Janácek ist einfach alles anders. Obwohl sich auch bei ihm Überreste von Dvoráks Lyrismen finden – Janácek war mit diesem befreundet. Auch sind da Anspielungen auf die mährische Volksmusik – Jahrzehnte vor Bartók ist Janácek zu den Menschen in den Dörfern gegangen und hat ihre Lieder und Tänze aufgeschrieben. Er benutzte die Alltagssprache, um unter die Oberfläche zu dringen: «Wenn mich einer ansprach, habe ich seine Worte vielleicht nicht verstanden. Aber ich wusste sofort, was in ihm st ...