Alles ist wie früher. «Helmut, Helmut», rufen seine Fans, der Wahlkämpfer drängt sich durch die Menge zur Bühne vor, schüttelt Hände, klopft auf Schultern, gibt Autogramme. Seine Gegner haben die «Wir lassen uns nicht verkohlen»-Transparente wieder aus dem Keller geholt. Helmut Kohl ist noch da. Der Ex-Kanzler redet über Trümmerfrauen, das Haus Europa und die Wiedervereinigung. Er erzählt Anekdoten von François Mitterrand und Willy Brandt. Aber er spricht wenig über den Kanzlerkandidaten Stoiber und noch weniger über Arbeitslose, die Antiterror-Allianz und Wirtschaftskrise. Die aktuellen politischen Auseinandersetzungen scheinen den 72-Jährigen überhaupt nicht mehr zu inter ...