Ankunft in der Normandie. Das Land liegt zufrieden schimmernd da. Wie die Kühe, die in den Feldern grasen, in diesem mit unzähligen Hecken durchzogenen, hügligen Mosaik. La France profonde nennen die Franzosen ihr Hinterland, diese ÂGegenwelt zum mondänen, aufgeregten Paris. Hier blühen die Apfelbäume für den Calvados und gären die Seelen – wie jene der unverheiÂrateten Charlotte Corday, drittes Kind eines normannischen Kleinadligen. Sie macht sich 1793 in die Hauptstadt auf und dringt ins Haus des jakobinischen Revolutionsführers Jean Paul Marat vor, den sie für einen der Hauptschuldigen der Hinrichtungsorgien jener Jahre hält. Mit einem Küchenmesser ersticht CharÂlotte den ...