Sein Name bürgte für wirtschaftliche Stabilität und finanzpolitische Seriosität, er war ein Sicherheitsgarant für internationale Investoren und lieb Kind von Weltbank und Internationalem Währungsfonds: Finanzminister Antonio Palocci, Arzt und ehemaliger Trotzkist, hat Brasilien hervorragende makroökonomische Daten beschert und ist dadurch zum zweitmächtigsten Mann in Lulas Regierung geworden. Am vergangenen Montag musste er zurücktreten.
Sein Sturz war der Höhepunkt einer zweiwöchigen Schmierenkomödie. Palocci wurde von einem Abwart namens Francenildo dos Santos Costa beschuldigt, regelmässig ein Haus in einem Nobelviertel der Hauptstadt Brasilia aufgesucht zu haben, um sich mit ...