Der Staat, stand in der vorletzten Ausgabe der Weltwoche, sei für Schweizerinnen ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft. Das klingt nach Frauenparadies oder nach schreiender Ungerechtigkeit, je nach Blickwinkel. Dem Wehklagen des geschröpften Schweizers ist allerdings mit Vorsicht zu lauschen. Denn nicht alles, was in kruden Zahlen ungerecht anmutet, hält genauerem Nachdenken stand. Niemand würde den Welschen vorwerfen, dass sie insgesamt mehr Kinderzulagen bekommen als die Bündner, weil es viel mehr welsche als Bündner Kinder gibt. Ähnlich verhält es sich mit den Frauen und der AHV: Sie bekommen mehr Geld als die Männer, weil sie durchschnittlich fast sechs Jahre länger leb ...