Frau Bütler, Sie haben einmal gesagt, die «Occupy Wall Street»-Protestbewegung sei eine gute Sache, weil nur aus Protest Veränderung entstehe. Die Schweizer Protestbewegung hat einen Namen: Minder. Auch eine gute Sache?
Wie die «Occupy»-Bewegung entstand ja auch die Minder-Initiative aus einem Ohnmachtsgefühl heraus. Beides zeigt, dass sich gegen Ohnmacht etwas tun lässt. Und das ist gut so. Im Fall von Minder ist das Resultat freilich nicht optimal, denn der Gesetzgeber greift nun mit einer Mikroregulierung in private Entscheidungsprozesse ein.
Was meinen Sie mit «nicht optimal»?
An einem isolierten Punkt werden nun mit einem Tunnelblick zahlreiche spezifische Regulierungen aufge ...