Uwe: Dem Ausspruch «Liebe vergeht – Acker besteht» folgten die bäuerlichen und dörflichen Heiraten im 19. Jahrhundert. Der Alltag gestaltete sich mühsam, und weder das Überleben der Kinder noch die Gesundheit des Viehs waren garantiert. Die Erträge des Bodens variierten von Jahr zu Jahr. Eine der Âwenigen Gewissheiten war, dass dieses Stück Land im nächsten Jahr wieder einen Ertrag bringen würde. Der Acker garantierte das Fortbestehen der Familie, nicht die Liebe.
Ursula: Generell konnten Frauen kein Eigentum besitzen, die Mitgift ging mit der EheschliesÂsung an den Mann über. Selbst im seltenen Fall einer Scheidung erhielt sie nichts zurück; lediglich die Hochzeitsgeschenke ...