Die Regisseurin des besten Films, den Hollywood bisher in diesem Jahr vorzeigen kann, ist eine schmale, schöne und sehr reservierte Frau, deren Interesse an Machos, Männermuskeln und gefährlichem Leben ihre ganze Karriere durchzieht. Ihr neuer Film «The Hurt Locker», für den sie schon als Oscar-Anwärterin gehandelt wird, ist unerträglich spannendes Actionkino. Aber wenn die Schlusstitel abrollen, möchte man, anders als sonst bei einem befriedigenden Actionfilm, am liebsten mit keinem reden. «The Hurt Locker» sägt nicht nur an den Nerven, sondern auch am Gehirn.
Der Grund dafür ist, dass Kathryn Bigelow jede Antwort verweigert, ob junge US-Soldaten, die sich freiwillig für den ...