Offiziell gibt’s den Adel eigentlich nicht mehr, das Interesse an ihm ist jedoch ungebrochen. Die Klatschpresse hält sich für nobler, wenn sie viel über den Adel berichtet, und selbst auf der Leinwand haben die Blaublüter gute Chancen für anständige Einspielergebnisse. Im Film allerdings wächst das Interesse, je weiter der Stoff zurückliegt – als der Adel noch das Sagen hatte und in grossräumigen Schlössern und überladenen Dekors lustwandelte. Schmerzhaft schöne Opulenz der Ausstattung und Raffinesse der Farb- und Lichtdramaturgie potenzieren dann einsame Hoheiten, gescheiterte Beziehungen und tiefe Stürze. Filme, die zur labenden Erkenntnis führen, dass es dem Adel, trotz ...