Berlin
Ich muss es zugeben, es fällt mir nicht leicht, versöhnliche Abschiedsworte für Angela Merkel zu finden. Das bedeutet aber nicht, dass ich keinerlei positive Eigenschaften an der Kanzlerin erkennen kann.
Ihre vollkommen uneitle, allürenlose Art ist sicherlich einmalig in der Geschichte der Kanzler der Bundesrepublik. Dabei habe ich den legendären Auftritt von «Noch-Kanzler» Gerhard Schröder in der «Elefantenrunde» nach der Bundestagswahl 2005 vor Augen: Auf die Frage, ob er Angela Merkel zur Bundeskanzlerin wählen würde, antwortete der SPD-Politiker salopp: «Wir müssen die Kirche doch mal im Dorf lassen.»
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