«Natürlich, ja», antwortete Taliban-Sprecher Suhail Shaheen nach einem kurzen Zögern auf die Frage, ob seine Töchter zur Schule gehen. Weil Frauen in Afghanistan eigentlich keine Ausbildung geniessen dürfen, war das ein Eingeständnis, dass seine beiden Mädchen gegen das Taliban-Gesetz verstossen. Deshalb hielt es Shaheen für nötig, sich zu erklären. Da er sein Land als Chef des Politbüros in Katar vertrete, könnten sich seine Töchter der dortigen allgemeinen Schulpflicht nicht entziehen.
Das Ausbildungsverbot der Taliban für Frauen gilt eben nicht für alle. Die Elite, zu der auch Shaheen gehört, setzt sich darüber hinweg und schickt ihre Töchter auf Schulen in ...