Ich habe eine Abneigung gegen Anthologien. Ich richte mich gern ein in einem Sound. Nicht, dass ich mich nicht gern überraschen liesse. Aber ich sträube mich, ständig die Ameublements zu wechseln. Eine Ausnahme sind Anthologien (André Bretons «Anthologie des schwarzen Humors» ist so eine), in denen sich die ausgewählten Stücke wieder zu einem imaginären Porträt dessen fügen, der sie zusammengestellt hat. Irgendwo dazwischen liegt die zweite CD von Lionel Loueke. Sie heisst «Mwaliko». Das ist Suaheli und ungefähr mit «Einladung» zu übersetzen. Loueke, ein Protégé von Herbie Hancock und seit ein paar Jahren der Shootingstar unter den neuen Gitarristen, ist ein globales Talen ...