Vor genau einem Jahr weibelten sie noch landauf, landab: Tausende von Kandidaten bewarben sich für ein Amt im National- oder Ständerat. Da ging es um soziale Gerechtigkeit, den Werkplatz, die Schweiz und die Rettung des Planeten – mindestens.
Kaum sind die Sitze vergeben und ist ein Jahr um, hat sich die Debatte Richtung Nabelschau verlagert. Natalie Ricklis Burnout, Christoph Mörgelis Entlassung, Peter Spuhlers Rückzug werden zum Anlass genommen, die System- frage zu stellen: Ist die Doppelbelastung von Beruf und Politik noch zu tragen? Stösst das Miliz-Prinzip an seine Grenzen? Braucht die Schweiz nicht ein Vollzeit-Parlament?
Zunächst einmal ist die ganze Diskussion nicht ohne K ...