Am vergangenen Dienstag waren alle Briten aufgefordert, in einem von der British Library eingerichteten Blog ihren Alltag an diesem 17. Oktober so einfach und ungeschmückt wie möglich zu beschreiben. Die Flut von Einträgen, schwärmen die Forscher, werden der Menschheit in ein paar hundert Jahren verblüffende Einblicke in das Leben ihrer Ahnen geben.
Sie werden vor allem gewaltig gähnen, die Nachfahren. Wie vermutlich jeder, der von dem Projekt las, überlegte ich, was ich an diesem 17. der Nachwelt über meinen Alltag zu bloggen hätte. Nie war ich froher, keine Britin zu sein. Denn gerade dieser eine Alltag war von krachender Ödheit. Dass ich am Morgen beim Zähneputzen fast erstick ...