Die heutige Mediensituation in der Schweiz präsentiert sich eigenartig: So feierte die letzte NZZ am Sonntag den Spindoctor von Bundesrat Alain Berset mit buntem Bild und begeisterten Worten. Kommunikationschef Peter Lauener habe anlässlich des Erpressungsversuchs gegen seinen Chef alles richtiggemacht – nämlich den Flächenbrand rasch unter Kontrolle gebracht, Berset als Opfer dargestellt und die Affäre als Privatsache eingegrenzt. Die Journalistin Rafaela Roth lobte das behördliche Abdichten, Zudecken und Ersticken einer Affäre, in die ein Mitglied der Landesregierung verstrickt ist. Das ist so absurd, wie wenn die Medien seinerzeit dem amerikanische ...