Albert Müller, Selbstbildnis, 1926 – Es war vielleicht jene Epoche, in der das Ich begann, sich, soweit es ihm möglich war, vom Wir zu lösen. Als ob im Haus des Kollektiven ein Fenster aufgegangen wäre, aus dem jene, die sich darin vielmehr gefangen als geborgen fühlten, sich davonmachten mit grosser Fliehkraft hin zu jenem Kontinent, der der grösste und am schwersten zu entdeckende ist; das Selbst. Eine Reise war es, ungestüm und wild, sie führte weg von all den Wurzeln und gleichzeitig zu ihnen hin, das Ich wurde zum grellen Spiegel für das Wir. Eine unmögliche Reise auch, weil stets ein Teil des Ichs gefangen bleibt im Diesseits des ...