Die Beamten in Montur kamen im Morgengrauen. Zehn an der Zahl, stürmen sie am 15. Oktober 2009 um sechs Uhr in der Früh ein Einfamilienhaus in der Urner Gemeinde Schattdorf, leuchten jeden Winkel von Reto Brunetts Privatdomizil aus, der bis vor kurzem die Azienda Elettrica Ticinese (AET) geleitet hatte. Die Fahnder beschlagnahmen jede Menge Bundesordner, und als die Grossrazzia an diesem Donnerstag nach vier Stunden beendet ist, wird Brunett vor den Augen seiner zwei minderjährigen Kinder verhaftet und im Streifenwagen nach Lugano überführt. An diesem Donnerstag stirbt der 54-jährige Manager eines zivilen Todes, wird seiner Reputation und beruflichen Zukunft beraubt. Initiiert durch ei ...