Der schottische Nationalist Alex Salmond wirkte auf den ersten Blick unscheinbar. Ein etwas gedrungener, ungelenker Mann ohne Ausstrahlung. Kaum aber begann er zu sprechen, versprühte er Charisma wie kaum ein anderer britischer Politiker der letzten Jahre.
Er war beseelt von seiner Überzeugung, dass dem nördlichen Teil der britischen Insel ein eigener Staat gebührt – das unabhängige Schottland. In der Volksabstimmung von 2014 kam er diesem Ziel am nächsten. Eine vergleichsweise bescheidene Mehrheit von 55 Prozent verweigerte ihm die Gefolgschaft. Dieses Referendum war Salmonds grösster Erfolg und seine schwerste Niederlage gleichermassen. Er erkannte, dass sein Anliegen ...
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