Der Thurgauer Seerücken ist ein breites und weites Plateau, das sich von Romanshorn parallel zum Ufer des Bodensees gut vierzig Kilometer nach Westen zieht. Hier oben wachsen jene Äpfel, die dem Kanton den Namen «Mostindien» einbrachten, wird gebauert, was das Zeug hält, und markant viel Wald hat es auch. Weil der Seerücken auch eine der am dünnsten besiedelten Regionen des Mittellandes ist, mag es, gerade jetzt im November, geschehen, dass man zwischen den Orten keinen einzigen Menschen antrifft. Spätherbstlich sinnieren kann man so allein im Forst und dazu melancholische Gedichte rezitieren: «Voll von Freunden war mir die Welt / Als noch mein Leben licht war / Nun, da der Nebel f� ...