Die neusten Zahlen belegen es: Der Alkoholkonsum hat in der Schweiz das Ausmass einer Epidemie angenommen. Mittlerweile werden ein Viertel der jährlichen Gesundheitskosten durch die Volksdroge Nummer eins verschuldet. Präventionsprogramme nützen nichts.
Als gelte es, die Harmlosigkeit einer Schönwettermeldung unters Volk zu bringen, verbreitete die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne eine vermeintliche Erfolgsmeldung: «Der Alkoholkonsum in der Schweiz nimmt ab. 2008 wurden pro Kopf der Bevölkerung immerhin ein Deziliter weniger reiner Alkohol konsumiert und eine Flasche weniger Wein getrunken.» Lediglich beim Bier sei der Pro-Kopf-Konsum «um sechs Deziliter gestiegen», und marginal «zugenommen hat auch der Durst auf Hochprozentiges», denn «der Schnapsverbrauch ist innerhalb der letzten zehn Jahre pro Kopf [also vom Säugling bis zum Greis] um vier Deziliter gesteigert worden».
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