Herr Frayn, Ihr neues Stück «Demokratie», das von der Kanzlerschaft Willy Brandts und seiner Beziehung zum Spion Günter Guillaume handelt, erlebt in Berlin am 6. Mai seine deutsche Premiere.Ja, und zwar genau am 30. Jahrestag von Brandts Rücktritt. Es wird eine ziemlich emotionale Woche werden, und ich bin ziemlich nervös. Wie werden die Deutschen darauf reagieren, dass ein Aussenseiter über ihre Geschichte trampelt?
Das kann man nachvollziehen. In Ihrem Nachwort schreiben Sie, dass Sie davor zurückscheuten, Peter, den Sohn Willy Brandts, zu treffen. Sind Sie einer der noch lebenden Personen, die in Ihrem Stück vorkommen, begegnet?Noch nicht, nein. Aber Reinhard Wilke und Horst Ehmk ...