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Die Weltwoche

Allein Delon
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Merci, Chéri!

Allein Delon

Er fühlt sich wie jemand, der das Leben nicht mehr brauchen kann: Liebe und Liebeleien sind gegangen, alle Kameras aus, die Affären mit der Unterwelt nur noch Nachrede. Und jetzt muss der grosse Schauspieler und Beau auch noch seinen Siebzigsten feiern. Wie trist. Erst recht also: Merci, Chéri!
Schon die ganz normalen Leinwandhelden tun sich mit dem Altern schwer. Für die Sexgötter ist es die Hölle. Es droht das Garbo-Syndrom, die Angst, sich noch zu zeigen. Doch gerade Männer sind häufig unfähig, sich einfach wegzuducken. James Dean war es beschieden, das Problem mit seinem Unfall radikal zu lösen: tragisch, früh, sauber. Marlon Brando gab seinem Niedergang immerhin eine majestätische Dimension und frass sich zu regelrechter Monstrosität hinab. Alain Delon ist eigentlich gut erhalten. Der Körper ist immer noch recht drahtig, der Blick immer noch durchdringend, das Charisma immer noch erstaunlich. Für einen Mann in seinem Alter, muss man hinzufügen. Und genau gegen die ...
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