«Die Mörder stehen links», verkündete vorschnell ein Graffito auf der Friedhofsmauer von Driehuis, dem Geburtsort des ermordeten niederländischen Politikers Pim Fortuyn. Das linke Establishment in Den Haag sei mitschuldig, glaubten viele Holländer, weil es Fortuyn im Wahlkampf diffamierte. In der hitzigen Debatte darüber geriet völlig in Vergessenheit, wer den Kandidaten wirklich erschossen hat. Der mutmassliche Mörder heisst Volkert van der Graaf, ist 32 Jahre alt und schert sich wenig um linke Politik. «Über Politik sprach er nie», berichtet einer seiner Freunde. Dafür hat er ein grosses Herz für Tiere. Van der Graafs Hauptbeschäftigung bestand in den letzten Jahren darin, ...