«Schämen Sie sich, Mister Bush», schrie der dicke, schwitzende Riese im Smoking, der eben für «Bowling for Columbine» ausgezeichnet worden war. Spätestens nach jener Oscar-Nacht vor vier Jahren kannte ihn die ganze Welt. Und wer ein Gegner von George W. Bush, Irakkrieg, US-Waffengesetzen und Big Business war, klopfte sich auf die Schenkel, in den USA und im Rest der Welt. Aber während Michael Moore ausserhalb seiner Heimat zum Helden aller Amerika-Kritiker wurde, war er für mindestens die Hälfte seine Landsleute vor allem ein amüsanter, egozentrischer Haudrauf, dem eine gute Pointe ungleich wichtiger war als differenziertes Denken. Niemand war in seinen Filmen so oft im Bild wie e ...