Bei einer eisigen Bise wurde vor siebzig Jahren, am 26. April 1954, die wichtigste Friedenskonferenz eröffnet, die die Schweiz je erlebt hat. 87 Tage lang verhandelten die Delegationen der «Grossen Vier» – neben den USA und der Sowjetunion waren damals noch Grossbritannien und Frankreich dabei –, Chinas, Indiens und etwa zwanzig weiterer Länder unermüdlich über den Versuch, in Asien Frieden zu schaffen. Ein Jahr zuvor, im Juli 1953, war der Koreakrieg mit einem Waffenstillstand ohne Frieden zu Ende gegangen. Und seit 1946 befand sich Frankreich in Vietnam in einem aussichtslosen Krieg. Zehn Tage nach der Eröffnung der Verhandlungen sollte das Debakel von Dien Bien Phu am 7. ...