Es scheint, als habe sich Claude Longchamp, Monopolist in Sachen Meinungsforschung beim Staatsfernsehen SF, wieder ins Rampenlicht zurückgekämpft. Nur kurz hatte sich der 53-jährige Politikwissenschaftler und Leiter des Instituts GfS Bern etwas wortkarger gegeben als gewohnt. Nach der Minarett-Initiative, bei der sein Institut mit seinen Prognosen rekordverdächtig danebenlag, brach eine Welle der Kritik über Longchamp hinweg. Auch das Fernsehen reagierte, allerdings auf seine Art: Es beschäftigte und bezahlte Longchamp weiter, liess sich von ihm Studien anfertigen wie bisher, verzichtete aber auf deren Veröffentlichung. Der Nutzen für Zuschauer und Gebührenzahler fiel unter den Null ...