Entgegen allen gängigen Gebrauchsanleitungen zum Selbstmord, die vom Ertrinken und Erfrieren dringend abraten, hat sich Aglaja Veteranyi im tiefsten Winter für den Zürichsee entschieden. So wie ihre einzigartige literarische Stimme Kritik und Publikum scheinbar über Nacht erobert hatte, verstummte sie in der Nacht zum 3.Februar wieder.
In Wirklichkeit kam aber alles quälend langsam: Die aus Bukarest stammende Schauspielerin und Autorin, Tochter eines Clowns und einer Artistin, hatte mit siebzehn erst lesen und schreiben gelernt und nach eigenen Angaben von siebzig Verlagen Absagen eingesteckt, ehe sie, inzwischen 37 Jahre alt, mit ihrem Buch «Warum das Kind in der Polenta kocht» reüs ...