Als Viktor Orbán 2010 Ungarns Regierungschef wurde, lud er – mit vielen anderen – einen alten Freund ein, um den Sieg zu feiern: seinen einstigen Lehrer in Oxford, den britischen Historiker Norman Stone. Die beiden plauderten ein wenig miteinander. «Und, was ist die Hauptrichtung seiner Politik?», fragte ich Stone später, mit dem auch ich gut befreundet war. «Restocking the Hungarian nation», war die Antwort, was auf Deutsch ungefähr bedeutet, dass Orbán mehr ungarische Kinder wolle. Erst 2014 war es so weit, dass er das auch offiziell verkündete. Und es dauerte noch ein Jahr, bis er auf dem ersten Budapester Demografiegipfel auch seinen Grundgedanken formulierte: «Es wir ...